

Vor 30 Jahren wurde die jetzige Regelung der Sommerzeit in Deutschland eingeführt: im März wird die Uhr eine Stunde vorgestellt und im Oktober dann zurückgestellt! 1980 hoffte die Politik, dass die Bürger das Tagesslicht besser nutzen und dadurch weniger heizen und Strom verbrauchen. Viele europäische Nachbarn hatten bereits nach der Ölkrise und dem Embargo von 1973 eine Sommerzeit eingeführt. Doch die erhofften Einsparungen durch die Zeitverschiebungen sind seitens des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft widerlegt.
Bereits 1784 hatte Benjamin Franklin die Idee einer jährlichen Zeitumstellung, um die „Kosten des Lichtes“ mit dem hohen Kerzenverbrauch zu reduzieren. Die im Englischen „day saving time“ bezeichnete Sommerzeit wurde das erste Mal 1916 in Deutschland eingeführt und 1919 ausgesetzt. Wieder eingeführt wurde sie während des 2. Weltkriegs 1940 und endete 1949. Somit wurden alle Zeitumstellungen als Reaktion auf Krisenzeiten eingeführt.
Immer wieder neu diskutiert wird die Frage, ob nun im März die Uhr vor- oder zurückgestellt wird. Die Engländer haben hierfür einen schönen Merksatz: „Spring forward, fall back!“, was übersetzt „Frühling vor, Herbst zurück“ bedeutet.
Nur die Isländer entziehen sich der Zeitumstellung: „Bei uns im Norden ist es im Sommer ohnehin rund um die Uhr hell.“